Diese Seite ist nur grob erstellt und wird noch bearbeitet.
Generell wird der gesammte Internetauftritt noch weiter entwickelt.
Hier die Dinge die ich nicht oder noch nicht mache...
Ich nutze folgende Amateurfunkbänder / andere Frequenzbänder:
LW / MW / KW
UKW, SHF und EHF
Satellitenfunk im Amateurfunk bedeutet, dass Funkamateure über spezielle Amateurfunksatelliten kommunizieren, die die Signale zwischen weit voneinander entfernten Stationen weiterleiten.
Wie funktioniert das?
Du sendest ein Signal von deiner Funkstation zum Satelliten (Uplink). Der Satellit empfängt das Signal und sendet es auf einer anderen Frequenz zurück zur Erde (Downlink).
Andere Funkamateure innerhalb des Ausleuchtbereichs des Satelliten können dich empfangen.
Da sich die meisten Amateurfunksatelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen (LEO) befinden, ist eine Verbindung meist nur wenige Minuten pro Überflug möglich.
Welche Satelliten werden genutzt?
Bekannte Amateurfunksatelliten sind beispielsweise:
AMSAT-OSCAR 7
AMSAT-OSCAR 91
QO-100
uva.
Viele dieser Satelliten werden von der AMSAT oder Partnerorganisationen betrieben.
Besondere Bedeutung von QO-100
QO-100 ist ein Sonderfall: Die Amateurfunk-Nutzlast befindet sich auf einem geostationären Satelliten. Für Nutzer in Europa, Afrika und großen Teilen Asiens steht der Satellit ständig an derselben Position am Himmel. Dadurch sind Verbindungen rund um die Uhr möglich.
Benötigte Ausrüstung
Je nach Satellit:
- Handfunkgerät oder Transceiver
- Richtantenne (z. B. Yagi-Antenne)
- Satellitennachführung (bei LEO-Satelliten hilfreich)
- Software zur Satellitenverfolgung
- Für QO-100 meist eine kleine Satellitenschüssel und geeignete Umsetzertechnik
Herausforderungen
Die Satelliten im LEO bewegen sich schnell über den Himmel. Durch die Bewegung tritt der Doppler-Effekt auf, sodass sich die Empfangsfrequenz während des Überflugs leicht verändert.
Die verfügbare Sendeleistung und Bandbreite sind begrenzt.
Was macht Satellitenfunk attraktiv?
- Verbindungen über mehrere hundert bis tausende Kilometer mit kleiner Leistung
- Internationale Kontakte
- Kombination aus Funktechnik, Antennentechnik und Raumfahrt
- Experimentieren mit moderner Kommunikations- und Satellitentechnik
Kurz gesagt: Satellitenfunk im Amateurfunk nutzt Amateurfunksatelliten als Relaisstationen im Weltraum, um Funkverbindungen über große Entfernungen herzustellen.
Fuchsjagd (auch Amateurfunkpeilen oder ARDF – Amateur Radio Direction Finding) ist eine Amateurfunk-Sportart, bei der Teilnehmer versteckte Sender die sogenannten „Füchse“, mit Hilfe von Peilempfängern und Richtantennen suchen.
Wie läuft eine Fuchsjagd ab?
Mehrere kleine Sender („Füchse“) werden in einem Gelände versteckt. Die Sender senden in festgelegten Zeitabständen ihr Kennzeichen, meist in Morsecode. Die Teilnehmer starten mit einem Empfänger und einer Richtantenne. Durch Peilen der Signale bestimmen sie die Richtung zum Sender. Ziel ist es, möglichst schnell alle Füchse zu finden und das Ziel zu erreichen.
Welche Technik wird verwendet?
Typischerweise:
- Empfänger für das 80-m-Band (3,5 MHz) oder 2-m-Band (144 MHz)
- Richtantenne (z. B. Rahmenantenne oder Yagi-Antenne)
- Kopfhörer
- Karte und Kompass, manchmal zusätzlich GPS
Was wird dabei trainiert?
- Funktechnik
- Peiltechnik
- Orientierung im Gelände
- Ausdauer und Laufleistung
Deshalb verbindet die Fuchsjagd Amateurfunk mit Orientierungslauf.
Wettbewerbe
Es gibt regionale, nationale und internationale Meisterschaften. Der internationale Dachverband ist die International Amateur Radio Union, die offizielle ARDF-Wettbewerbe organisiert.
Varianten
Klassische Fuchsjagd: Mehrere versteckte Sender im Gelände.
Foxoring: Viele schwache Sender auf kleiner Fläche.
Sprint: Kurze, schnelle Wettkämpfe mit dicht beieinanderliegenden Sendern.
Mobilfuchsjagd: Die Teilnehmer peilen mit Fahrzeugen.
Warum heißt es „Fuchsjagd“?
Der versteckte Sender spielt die Rolle des „Fuchses“, die Teilnehmer sind die „Jäger“. Der Begriff stammt aus den Anfangszeiten des Amateurfunks und hat sich bis heute gehalten.
Kurz gesagt: Eine Fuchsjagd ist ein Amateurfunk-Wettbewerb, bei dem versteckte Funksender mithilfe von Peiltechnik aufgespürt werden. Sie verbindet Funktechnik, Navigation und sportliche Aktivität.
Eine DX-Pedition ist im Amateurfunk eine organisierte Reise von Funkamateuren zu einem seltenen oder schwer erreichbaren Ort, um von dort Funkverbindungen (DX = Distance) mit möglichst vielen anderen Funkamateuren weltweit herzustellen.
Warum werden DX-Peditionen durchgeführt?
Manche Länder, Inseln oder Gebiete sind im Amateurfunk sehr selten aktiv. Viele Funkamateure möchten jedoch Verbindungen mit möglichst vielen verschiedenen Ländern oder Gebieten für Diplome und Auszeichnungen nachweisen.
Eine DX-Pedition aktiviert solche seltenen Gebiete, sodass Funkamateure weltweit die Chance auf ein QSO erhalten.
Typische Ziele
- Abgelegene Inseln
- Unbewohnte Atolle
- Polarregionen
- Schwer zugängliche Berggipfel
- Selten aktive DXCC-Gebiete
Beispiele bekannter Ziele sind:
- Bouvet Island
- Heard Island
- South Sandwich Islands
Wie läuft eine DX-Pedition ab?
Vorausgehend findet eine teilweise sehr umfangreiche Planung statt. Dieses kann, je nach Ziel und Aufwand mehrere Jahre andauern. Ein weiterer Schritt ist die Sicherstellung der Finanzierung, welche ebenfalls sehr umfangreich sein kann.
Abschließend transprotieren die Teilnehmer ihre Ausrüstung zum Zielort:
z.B.
- Funkgeräte
- Antennen
- Stromversorgung (Generatoren, Batterien, Solarenergie)
- Computer für das Logbuch
- uvm...
Von dort wird oft rund um die Uhr auf mehreren Frequenzbändern gearbeitet, um möglichst viele Stationen zu erreichen.
Was macht DX-Peditionen besonders?
- Hoher logistischer Aufwand
- Oft schwierige Wetterbedingungen
- Begrenzte Transportmöglichkeiten
- Große internationale Aufmerksamkeit in der Amateurfunkgemeinschaft
DXCC und seltene Gebiete
Viele DX-Peditionen konzentrieren sich auf Gebiete, die im Diplomprogramm der American Radio Relay League als eigenständige DXCC-Gebiete zählen. Verbindungen mit solchen Gebieten sind für viele Funkamateure besonders begehrt.
Beispiel
Wenn ein Team eine Expedition nach Bouvet Island unternimmt, versuchen Funkamateure auf der ganzen Welt, während der Aktivität ein QSO mit der Expedition zu führen. Aufgrund der Seltenheit des Gebiets können sich dabei große „Pile-Ups“ bilden – viele Stationen rufen gleichzeitig die Expedition.
Kurz gesagt: Eine DX-Pedition ist eine Amateurfunk-Expedition zu einem seltenen Standort, von dem aus möglichst viele internationale Funkverbindungen hergestellt werden. Sie gehört zu den bekanntesten und aufwendigsten Aktivitäten im Amateurfunk.
Der Erde-Mond-Erde-Betrieb (englisch Earth-Moon-Earth, kurz EME) ist eine der anspruchsvollsten Betriebsarten im Amateurfunk. Dabei werden Funksignale zum Mond gesendet, dort an der Mondoberfläche reflektiert und anschließend auf der Erde von einer anderen Amateurfunkstation empfangen.
Wie funktioniert EME?
Eine Amateurfunkstation sendet ein Signal in Richtung Mond. Ein winziger Teil der Funkenergie wird von der Mondoberfläche reflektiert. Das reflektierte Signal legt den Rückweg zur Erde zurück. Eine andere Station empfängt das extrem schwache Signal.
Der Signalweg beträgt dabei ungefähr:
2⋅384400 km, also rund 768.800 km.
Warum ist das schwierig?
Die Signale werden auf dem Weg enorm abgeschwächt:
- Große Entfernung
- Nur ein kleiner Teil der Sendeleistung wird reflektiert
- Rauschen und Störungen erschweren den Empfang
Deshalb verwenden EME-Stationen oft:
- große Richtantennen (z. B. mehrere Yagis)
- leistungsstarke Sender
- sehr rauscharm ausgelegte Empfänger
- präzise Nachführung des Mondes
Welche Frequenzen werden genutzt?
EME wird hauptsächlich auf höheren Amateurfunkbändern betrieben, beispielsweise:
- 2 m (144 MHz)
- 70 cm (432 MHz)
- 23 cm (1,296 GHz)
Moderne digitale Verfahren
Früher wurde EME oft in Morse (CW) betrieben. Heute kommen häufig digitale Betriebsarten wie JT65 oder Q65 zum Einsatz, die von Joe Taylor und anderen entwickelt wurden. Diese Verfahren können selbst extrem schwache Signale noch dekodieren.
Was macht EME besonders?
- Verbindungen unabhängig von der Ionosphäre
- Weltweite Funkkontakte möglich
- Nutzung des Mondes als passiver Reflektor
- Kombination aus Funktechnik, Astronomie und Signalverarbeitung
Beispiel
Ein Funkamateur in Deutschland sendet ein Signal auf 144 MHz zum Mond. Etwa 2,5 Sekunden später (Hin- und Rückweg) empfängt eine Station in Australien das reflektierte Signal und antwortet ebenfalls über den Mond.
Rekorde und Leistung
Mit moderner Technik wurden über EME bereits Verbindungen zwischen Stationen auf nahezu gegenüberliegenden Seiten der Erde hergestellt. Für viele Funkamateure gilt ein erfolgreiches EME-QSO als besonderer Meilenstein.
Kurz gesagt: Beim Erde-Mond-Erde-Betrieb werden Funksignale über die Reflexion am Mond übertragen. Der Mond dient dabei als natürlicher Reflektor im Weltraum.
ARTOB steht für Amateur Radio Transponder On Balloon (deutsch: Amateurfunk-Transponder auf einem Ballon).
Dabei wird ein Amateurfunk-Umsetzer (Transponder bzw. Relais) an einem großen Wetterballon befestigt und in große Höhen von bis zu etwa 30 km gebracht. Von dort aus kann er Funksignale über sehr große Entfernungen weiterleiten.
Wie funktioniert ARTOB?
- Der Ballon steigt in die Stratosphäre auf.
- Der Transponder empfängt Signale auf einer Frequenz.
- Er setzt sie auf eine andere Frequenz um.
- Anschließend sendet er sie wieder zur Erde zurück.
Da der Ballon weit über den Horizont hinausragt, können Funkamateure oft Entfernungen von mehreren hundert Kilometern überbrücken.
Wozu dient ARTOB?
- Experimentieren mit Funktechnik in großer Höhe
- Reichweitentests auf VHF/UHF
- Ausbildung und Nachwuchsförderung
- Erforschung von Ausbreitungsbedingungen
- Interesse an Raumfahrt und Stratosphärenflügen
Unterschied zu Satellitenfunk
ARTOB: Der Transponder befindet sich an einem Ballon in der Atmosphäre.
Satellitenfunk: Der Transponder befindet sich auf einem Satelliten im Weltraum.
ARTOB-Flüge sind technisch einfacher und deutlich kostengünstiger als Amateurfunksatelliten, ermöglichen aber dennoch beeindruckende Reichweiten.
In Deutschland
ARTOB-Projekte wurden und werden unter anderem vom Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule unterstützt und dienen häufig Bildungs- und Experimentierzwecken.
Kurz gesagt: ARTOB ist ein fliegendes Amateurfunk-Relais an einem Höhenballon, das Funkverbindungen über große Entfernungen ermöglicht und für technische Experimente genutzt wird.
Amateurfunk und BOS-Funk haben einige technische Gemeinsamkeiten, dienen aber unterschiedlichen Zwecken.
Was ist BOS-Funk?
BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z. B.:
- Polizei
- Feuerwehr
- Technisches Hilfswerk
- Deutsches Rotes Kreuz
- Rettungsdienste und Katastrophenschutz
- DLRG
Der BOS-Funk dient der Einsatzkommunikation und verwendet in Deutschland heute überwiegend den digitalen TETRA-Funk.
Was ist Amateurfunk?
Amateurfunk ist ein Funkdienst für technisch interessierte Personen mit Amateurfunklizenz. Funkamateure experimentieren mit Funktechnik, bauen eigene Geräte, betreiben weltweite Kommunikation und unterstützen die technische Ausbildung.
Die Verbindung zwischen beiden
1. Technische Grundlagen
Beide nutzen dieselben physikalischen Prinzipien:
- Funkwellen
- Antennen
- Modulation
- Frequenzplanung
- Ausbreitungsbedingungen
Viele Kenntnisse aus dem Amateurfunk sind auch für professionelle Funknetze relevant.
2. Personelle Überschneidungen
Nicht wenige BOS-Funker, Nachrichtentechniker oder Funkexperten sind privat auch Funkamateure. Das Interesse an Funktechnik führt häufig zu beiden Bereichen.
3. Katastrophenschutz und Notfunk
Historisch spielten Funkamateure oft eine Rolle, wenn reguläre Kommunikationssysteme ausfielen. In verschiedenen Ländern gibt es Kooperationen zwischen Funkamateuren und Katastrophenschutzorganisationen.
In Deutschland unterstützen Funkamateure beispielsweise Übungen oder stellen im Katastrophenfall zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten bereit. Dabei dürfen sie jedoch nicht einfach den BOS-Funk nutzen; die Zusammenarbeit erfolgt über festgelegte Verfahren und rechtliche Rahmenbedingungen.
4. Entwicklung von Funktechnik
Viele Innovationen im Bereich Funkkommunikation wurden von Funkamateuren erprobt oder weiterentwickelt, etwa:
- digitale Betriebsarten,
- Datenübertragung über Funk,
- Relaisnetze,
- Satellitenfunk.
Von solchen Entwicklungen profitieren langfristig auch professionelle Funkanwendungen.
Wichtige Unterschiede
Kurz gesagt: Amateurfunk und BOS-Funk sind rechtlich getrennte Funkdienste, teilen aber viele technische Grundlagen. Zudem gibt es personelle Überschneidungen und Berührungspunkte im Bereich Not- und Katastrophenkommunikation.
Marinefunker sind ursprünglich Funker auf Schiffen der Handels- oder Kriegsmarine, die für die Funkkommunikation an Bord zuständig waren. Viele ehemalige Marinefunker haben nach ihrer Dienstzeit den Amateurfunk als Hobby weitergeführt, weil sie bereits Erfahrung mit:
- Funktechnik
- Antennen
- Kurzwellenfunk
- Funkbetrieb unter schwierigen Bedingungen
- Morsetelegrafie (CW)
gesammelt hatten.
Verbindung zum Amateurfunk
Historisch waren Marinefunker oft besonders aktive Funkamateure, da sie:
- umfangreiche praktische Funkerfahrung besaßen
- häufig ausgezeichnet morsen konnten
- mit weltweiten Funkverbindungen vertraut waren
In manchen Amateurfunkvereinigungen und Funkrunden gibt es noch heute Gruppen ehemaliger Seefunker oder Marineangehöriger, die sich über gemeinsame Erfahrungen austauschen.
Marinefunk ≠ Amateurfunk
Wichtig ist die Unterscheidung:
Amateurfunk im Flugzeug bedeutet, dass ein lizenzierter Funkamateur eine Amateurfunkstation an Bord eines Flugzeugs betreibt. Das ist grundsätzlich möglich, aber an besondere Regeln gebunden.
Rufzeichen im Flugzeug
International wird häufig der Zusatz /AM verwendet, der für Aeronautical Mobile (luftbeweglicher Amateurfunk) steht.
Beispiel:
Hat ein Funkamateur das Rufzeichen „DL1ABC“, kann er aus einem Flugzeug als DL1ABC/AM arbeiten.
Besonderheiten
Die Sicherheit des Flugbetriebs hat immer Vorrang.
Der Betrieb ist nur mit Zustimmung der Fluggesellschaft bzw. des Luftfahrzeugführers zulässig.
Die Amateurfunkanlage darf die Bordelektronik nicht stören.
Die Funkverbindung erfolgt auf Amateurfunkfrequenzen, nicht auf Flugfunkfrequenzen.
Warum machen das Funkamateure?
Aus großer Höhe ergeben sich interessante Funkbedingungen:
Sehr große Reichweiten durch freie Sicht.
Kontakte über mehrere hundert oder sogar tausende Kilometer auf VHF/UHF.
Experimente zur Funkausbreitung.
Nicht zu verwechseln mit Flugfunk
Der reguläre Flugfunk wird von Piloten und Fluglotsen genutzt und ist ein eigener Funkdienst. Amateurfunker dürfen nicht auf Flugfunkfrequenzen senden, sofern sie nicht die dafür erforderlichen Berechtigungen besitzen und im entsprechenden Dienst handeln.
Verwandte mobile Betriebsarten
Funkamateure kennzeichnen oft ihren Standort:
/M = Mobile (z. B. Auto)
/P = Portable (tragbare Station)
/MM = Maritime Mobile (Schiff auf See)
/AM = Aeronautical Mobile (Flugzeug)
Ein typischer Funkkontakt könnte also lauten: „Hier DL1ABC/AM in 10.000 Metern Flughöhe über Deutschland.“
Historisch war Amateurfunk aus Flugzeugen eher selten. Heute wird er gelegentlich von Funkamateuren auf Privatflügen, Segelflugzeugen oder bei speziellen Funkaktionen betrieben, während er auf Linienflügen wegen organisatorischer und technischer Einschränkungen kaum vorkommt.
Amateurfunk auf Booten oder Schiffen ist eine beliebte Betriebsart, bei der lizenzierte Funkamateure ihre Amateurfunkstation an Bord betreiben.
Maritime Mobile (/MM)
Befindet sich ein Funkamateur auf einem Schiff außerhalb der Hoheitsgewässer eines Landes (also auf hoher See), verwendet er normalerweise den Zusatz /MM für Maritime Mobile.
Beispiel:
DL1ABC/MM
Dadurch wissen andere Funkamateure, dass die Station von einem Schiff auf See arbeitet.
Innerhalb von Küsten- oder Binnengewässern
Wenn sich das Boot in den Hoheitsgewässern eines Landes befindet, gelten die Amateurfunkbestimmungen dieses Landes. Je nach Land wird oft einfach das normale Rufzeichen oder ein länderspezifischer Präfix verwendet.
Warum ist Funk vom Boot interessant?
Gute Ausbreitungsbedingungen über Wasser.
Weniger elektrische Störungen als an Land.
Möglichkeit, von abgelegenen Orten oder Inseln aus zu funken.
Teilnahme an speziellen Funkaktivitäten wie Insel-Expeditionen.
Generell wird der gesammte Internetauftritt noch weiter entwickelt.
DL2OCH
Amateurfunk - verbindet - genzenlos
Was ich (noch) nicht mache mich aber interessiert.
Hier die Dinge die ich nicht oder noch nicht mache...
Nicht genutzte Frequenzbereiche
Ich nutze folgende Amateurfunkbänder / andere Frequenzbänder:
LW / MW / KW
| 2200m | 135,7 - 137,8 kHz | CW |
| 630m | 472 - 475 kHz | CW |
| 475 - 479 kHz | CW, Digimodes |
| 4m | 70,15–70,21 MHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | |
| 4m Band | |||
| 13cm | 2320–2450 MHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 13cm Band |
| 9cm | 3,4–3,475 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 9cm Band |
| 6cm | 5,65–5,85 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 6cm Band |
| 3cm | 10–10,5 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 3cm Band |
| 1,2cm | 24–24,05 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 1,2cm Band |
| 1,2cm | 24,05–24,25 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 1,2cm Band |
| 6mm | 47–47,2 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 6mm Band |
| 4mm | 76–77,5 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 4mm Band |
| 4mm | 77,5–78 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 4mm Band |
| 4mm | 78–81,5 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 4mm Band |
| 2,5m | 122,25–123 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 2,5mm Band |
| 2mm | 134–136 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 2mm Band |
| 2mm | 136–141 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 2mm Band |
| 1,2mm | 241–248 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 1,2mm Band |
| 1,2mm | 248–250 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | 1,2mm Band |
| <1,2mm | >250 GHz | Bandplan mit genauer Aufschlüsselung | <1,2mm Band |
Satelliten-Funk
Satellitenfunk im Amateurfunk bedeutet, dass Funkamateure über spezielle Amateurfunksatelliten kommunizieren, die die Signale zwischen weit voneinander entfernten Stationen weiterleiten.
Wie funktioniert das?
Du sendest ein Signal von deiner Funkstation zum Satelliten (Uplink). Der Satellit empfängt das Signal und sendet es auf einer anderen Frequenz zurück zur Erde (Downlink).
Andere Funkamateure innerhalb des Ausleuchtbereichs des Satelliten können dich empfangen.
Da sich die meisten Amateurfunksatelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen (LEO) befinden, ist eine Verbindung meist nur wenige Minuten pro Überflug möglich.
Welche Satelliten werden genutzt?
Bekannte Amateurfunksatelliten sind beispielsweise:
AMSAT-OSCAR 7
AMSAT-OSCAR 91
QO-100
uva.
Viele dieser Satelliten werden von der AMSAT oder Partnerorganisationen betrieben.
Besondere Bedeutung von QO-100
QO-100 ist ein Sonderfall: Die Amateurfunk-Nutzlast befindet sich auf einem geostationären Satelliten. Für Nutzer in Europa, Afrika und großen Teilen Asiens steht der Satellit ständig an derselben Position am Himmel. Dadurch sind Verbindungen rund um die Uhr möglich.
Benötigte Ausrüstung
Je nach Satellit:
- Handfunkgerät oder Transceiver
- Richtantenne (z. B. Yagi-Antenne)
- Satellitennachführung (bei LEO-Satelliten hilfreich)
- Software zur Satellitenverfolgung
- Für QO-100 meist eine kleine Satellitenschüssel und geeignete Umsetzertechnik
Herausforderungen
Die Satelliten im LEO bewegen sich schnell über den Himmel. Durch die Bewegung tritt der Doppler-Effekt auf, sodass sich die Empfangsfrequenz während des Überflugs leicht verändert.
Die verfügbare Sendeleistung und Bandbreite sind begrenzt.
Was macht Satellitenfunk attraktiv?
- Verbindungen über mehrere hundert bis tausende Kilometer mit kleiner Leistung
- Internationale Kontakte
- Kombination aus Funktechnik, Antennentechnik und Raumfahrt
- Experimentieren mit moderner Kommunikations- und Satellitentechnik
Kurz gesagt: Satellitenfunk im Amateurfunk nutzt Amateurfunksatelliten als Relaisstationen im Weltraum, um Funkverbindungen über große Entfernungen herzustellen.
Funk-Fuchsjagt
Fuchsjagd (auch Amateurfunkpeilen oder ARDF – Amateur Radio Direction Finding) ist eine Amateurfunk-Sportart, bei der Teilnehmer versteckte Sender die sogenannten „Füchse“, mit Hilfe von Peilempfängern und Richtantennen suchen.
Wie läuft eine Fuchsjagd ab?
Mehrere kleine Sender („Füchse“) werden in einem Gelände versteckt. Die Sender senden in festgelegten Zeitabständen ihr Kennzeichen, meist in Morsecode. Die Teilnehmer starten mit einem Empfänger und einer Richtantenne. Durch Peilen der Signale bestimmen sie die Richtung zum Sender. Ziel ist es, möglichst schnell alle Füchse zu finden und das Ziel zu erreichen.
Welche Technik wird verwendet?
Typischerweise:
- Empfänger für das 80-m-Band (3,5 MHz) oder 2-m-Band (144 MHz)
- Richtantenne (z. B. Rahmenantenne oder Yagi-Antenne)
- Kopfhörer
- Karte und Kompass, manchmal zusätzlich GPS
Was wird dabei trainiert?
- Funktechnik
- Peiltechnik
- Orientierung im Gelände
- Ausdauer und Laufleistung
Deshalb verbindet die Fuchsjagd Amateurfunk mit Orientierungslauf.
Wettbewerbe
Es gibt regionale, nationale und internationale Meisterschaften. Der internationale Dachverband ist die International Amateur Radio Union, die offizielle ARDF-Wettbewerbe organisiert.
Varianten
Klassische Fuchsjagd: Mehrere versteckte Sender im Gelände.
Foxoring: Viele schwache Sender auf kleiner Fläche.
Sprint: Kurze, schnelle Wettkämpfe mit dicht beieinanderliegenden Sendern.
Mobilfuchsjagd: Die Teilnehmer peilen mit Fahrzeugen.
Warum heißt es „Fuchsjagd“?
Der versteckte Sender spielt die Rolle des „Fuchses“, die Teilnehmer sind die „Jäger“. Der Begriff stammt aus den Anfangszeiten des Amateurfunks und hat sich bis heute gehalten.
Kurz gesagt: Eine Fuchsjagd ist ein Amateurfunk-Wettbewerb, bei dem versteckte Funksender mithilfe von Peiltechnik aufgespürt werden. Sie verbindet Funktechnik, Navigation und sportliche Aktivität.
DX-Pedition
Eine DX-Pedition ist im Amateurfunk eine organisierte Reise von Funkamateuren zu einem seltenen oder schwer erreichbaren Ort, um von dort Funkverbindungen (DX = Distance) mit möglichst vielen anderen Funkamateuren weltweit herzustellen.
Warum werden DX-Peditionen durchgeführt?
Manche Länder, Inseln oder Gebiete sind im Amateurfunk sehr selten aktiv. Viele Funkamateure möchten jedoch Verbindungen mit möglichst vielen verschiedenen Ländern oder Gebieten für Diplome und Auszeichnungen nachweisen.
Eine DX-Pedition aktiviert solche seltenen Gebiete, sodass Funkamateure weltweit die Chance auf ein QSO erhalten.
Typische Ziele
- Abgelegene Inseln
- Unbewohnte Atolle
- Polarregionen
- Schwer zugängliche Berggipfel
- Selten aktive DXCC-Gebiete
Beispiele bekannter Ziele sind:
- Bouvet Island
- Heard Island
- South Sandwich Islands
Wie läuft eine DX-Pedition ab?
Vorausgehend findet eine teilweise sehr umfangreiche Planung statt. Dieses kann, je nach Ziel und Aufwand mehrere Jahre andauern. Ein weiterer Schritt ist die Sicherstellung der Finanzierung, welche ebenfalls sehr umfangreich sein kann.
Abschließend transprotieren die Teilnehmer ihre Ausrüstung zum Zielort:
z.B.
- Funkgeräte
- Antennen
- Stromversorgung (Generatoren, Batterien, Solarenergie)
- Computer für das Logbuch
- uvm...
Von dort wird oft rund um die Uhr auf mehreren Frequenzbändern gearbeitet, um möglichst viele Stationen zu erreichen.
Was macht DX-Peditionen besonders?
- Hoher logistischer Aufwand
- Oft schwierige Wetterbedingungen
- Begrenzte Transportmöglichkeiten
- Große internationale Aufmerksamkeit in der Amateurfunkgemeinschaft
DXCC und seltene Gebiete
Viele DX-Peditionen konzentrieren sich auf Gebiete, die im Diplomprogramm der American Radio Relay League als eigenständige DXCC-Gebiete zählen. Verbindungen mit solchen Gebieten sind für viele Funkamateure besonders begehrt.
Beispiel
Wenn ein Team eine Expedition nach Bouvet Island unternimmt, versuchen Funkamateure auf der ganzen Welt, während der Aktivität ein QSO mit der Expedition zu führen. Aufgrund der Seltenheit des Gebiets können sich dabei große „Pile-Ups“ bilden – viele Stationen rufen gleichzeitig die Expedition.
Kurz gesagt: Eine DX-Pedition ist eine Amateurfunk-Expedition zu einem seltenen Standort, von dem aus möglichst viele internationale Funkverbindungen hergestellt werden. Sie gehört zu den bekanntesten und aufwendigsten Aktivitäten im Amateurfunk.
Erde Mond Erde Betrieb
Der Erde-Mond-Erde-Betrieb (englisch Earth-Moon-Earth, kurz EME) ist eine der anspruchsvollsten Betriebsarten im Amateurfunk. Dabei werden Funksignale zum Mond gesendet, dort an der Mondoberfläche reflektiert und anschließend auf der Erde von einer anderen Amateurfunkstation empfangen.
Wie funktioniert EME?
Eine Amateurfunkstation sendet ein Signal in Richtung Mond. Ein winziger Teil der Funkenergie wird von der Mondoberfläche reflektiert. Das reflektierte Signal legt den Rückweg zur Erde zurück. Eine andere Station empfängt das extrem schwache Signal.
Der Signalweg beträgt dabei ungefähr:
2⋅384400 km, also rund 768.800 km.
Warum ist das schwierig?
Die Signale werden auf dem Weg enorm abgeschwächt:
- Große Entfernung
- Nur ein kleiner Teil der Sendeleistung wird reflektiert
- Rauschen und Störungen erschweren den Empfang
Deshalb verwenden EME-Stationen oft:
- große Richtantennen (z. B. mehrere Yagis)
- leistungsstarke Sender
- sehr rauscharm ausgelegte Empfänger
- präzise Nachführung des Mondes
Welche Frequenzen werden genutzt?
EME wird hauptsächlich auf höheren Amateurfunkbändern betrieben, beispielsweise:
- 2 m (144 MHz)
- 70 cm (432 MHz)
- 23 cm (1,296 GHz)
Moderne digitale Verfahren
Früher wurde EME oft in Morse (CW) betrieben. Heute kommen häufig digitale Betriebsarten wie JT65 oder Q65 zum Einsatz, die von Joe Taylor und anderen entwickelt wurden. Diese Verfahren können selbst extrem schwache Signale noch dekodieren.
Was macht EME besonders?
- Verbindungen unabhängig von der Ionosphäre
- Weltweite Funkkontakte möglich
- Nutzung des Mondes als passiver Reflektor
- Kombination aus Funktechnik, Astronomie und Signalverarbeitung
Beispiel
Ein Funkamateur in Deutschland sendet ein Signal auf 144 MHz zum Mond. Etwa 2,5 Sekunden später (Hin- und Rückweg) empfängt eine Station in Australien das reflektierte Signal und antwortet ebenfalls über den Mond.
Rekorde und Leistung
Mit moderner Technik wurden über EME bereits Verbindungen zwischen Stationen auf nahezu gegenüberliegenden Seiten der Erde hergestellt. Für viele Funkamateure gilt ein erfolgreiches EME-QSO als besonderer Meilenstein.
Kurz gesagt: Beim Erde-Mond-Erde-Betrieb werden Funksignale über die Reflexion am Mond übertragen. Der Mond dient dabei als natürlicher Reflektor im Weltraum.
ARTOB Amateur Radio Transponder on Ballon
ARTOB steht für Amateur Radio Transponder On Balloon (deutsch: Amateurfunk-Transponder auf einem Ballon).
Dabei wird ein Amateurfunk-Umsetzer (Transponder bzw. Relais) an einem großen Wetterballon befestigt und in große Höhen von bis zu etwa 30 km gebracht. Von dort aus kann er Funksignale über sehr große Entfernungen weiterleiten.
Wie funktioniert ARTOB?
- Der Ballon steigt in die Stratosphäre auf.
- Der Transponder empfängt Signale auf einer Frequenz.
- Er setzt sie auf eine andere Frequenz um.
- Anschließend sendet er sie wieder zur Erde zurück.
Da der Ballon weit über den Horizont hinausragt, können Funkamateure oft Entfernungen von mehreren hundert Kilometern überbrücken.
Wozu dient ARTOB?
- Experimentieren mit Funktechnik in großer Höhe
- Reichweitentests auf VHF/UHF
- Ausbildung und Nachwuchsförderung
- Erforschung von Ausbreitungsbedingungen
- Interesse an Raumfahrt und Stratosphärenflügen
Unterschied zu Satellitenfunk
ARTOB: Der Transponder befindet sich an einem Ballon in der Atmosphäre.
Satellitenfunk: Der Transponder befindet sich auf einem Satelliten im Weltraum.
ARTOB-Flüge sind technisch einfacher und deutlich kostengünstiger als Amateurfunksatelliten, ermöglichen aber dennoch beeindruckende Reichweiten.
In Deutschland
ARTOB-Projekte wurden und werden unter anderem vom Arbeitskreis Amateurfunk und Telekommunikation in der Schule unterstützt und dienen häufig Bildungs- und Experimentierzwecken.
Kurz gesagt: ARTOB ist ein fliegendes Amateurfunk-Relais an einem Höhenballon, das Funkverbindungen über große Entfernungen ermöglicht und für technische Experimente genutzt wird.
AFU – BOS Verbindung
Amateurfunk und BOS-Funk haben einige technische Gemeinsamkeiten, dienen aber unterschiedlichen Zwecken.
Was ist BOS-Funk?
BOS steht für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z. B.:
- Polizei
- Feuerwehr
- Technisches Hilfswerk
- Deutsches Rotes Kreuz
- Rettungsdienste und Katastrophenschutz
- DLRG
Der BOS-Funk dient der Einsatzkommunikation und verwendet in Deutschland heute überwiegend den digitalen TETRA-Funk.
Was ist Amateurfunk?
Amateurfunk ist ein Funkdienst für technisch interessierte Personen mit Amateurfunklizenz. Funkamateure experimentieren mit Funktechnik, bauen eigene Geräte, betreiben weltweite Kommunikation und unterstützen die technische Ausbildung.
Die Verbindung zwischen beiden
1. Technische Grundlagen
Beide nutzen dieselben physikalischen Prinzipien:
- Funkwellen
- Antennen
- Modulation
- Frequenzplanung
- Ausbreitungsbedingungen
Viele Kenntnisse aus dem Amateurfunk sind auch für professionelle Funknetze relevant.
2. Personelle Überschneidungen
Nicht wenige BOS-Funker, Nachrichtentechniker oder Funkexperten sind privat auch Funkamateure. Das Interesse an Funktechnik führt häufig zu beiden Bereichen.
3. Katastrophenschutz und Notfunk
Historisch spielten Funkamateure oft eine Rolle, wenn reguläre Kommunikationssysteme ausfielen. In verschiedenen Ländern gibt es Kooperationen zwischen Funkamateuren und Katastrophenschutzorganisationen.
In Deutschland unterstützen Funkamateure beispielsweise Übungen oder stellen im Katastrophenfall zusätzliche Kommunikationsmöglichkeiten bereit. Dabei dürfen sie jedoch nicht einfach den BOS-Funk nutzen; die Zusammenarbeit erfolgt über festgelegte Verfahren und rechtliche Rahmenbedingungen.
4. Entwicklung von Funktechnik
Viele Innovationen im Bereich Funkkommunikation wurden von Funkamateuren erprobt oder weiterentwickelt, etwa:
- digitale Betriebsarten,
- Datenübertragung über Funk,
- Relaisnetze,
- Satellitenfunk.
Von solchen Entwicklungen profitieren langfristig auch professionelle Funkanwendungen.
Wichtige Unterschiede
Amateurfunk |
BOS-Funk |
|---|---|
| - Öffentlich zugelassener Funkdienst für Lizenzinhaber | - Behörden- und Einsatzfunk |
| - Experimentieren und Ausbildung | - Einsatzkommunikation |
| - kommerzielle AFU-Geräte, Eigenbau | - Standardisierte, zugelassene Geräte |
| - Offene Kommunikation ohne Vertraulichkeit | - Teilweise verschlüsselte Kommunikation |
| - Internationale Funkverbindungen | - Einsatzbezogene regionale und nationale Netze |
Kurz gesagt: Amateurfunk und BOS-Funk sind rechtlich getrennte Funkdienste, teilen aber viele technische Grundlagen. Zudem gibt es personelle Überschneidungen und Berührungspunkte im Bereich Not- und Katastrophenkommunikation.
Marinefunker
Marinefunker sind ursprünglich Funker auf Schiffen der Handels- oder Kriegsmarine, die für die Funkkommunikation an Bord zuständig waren. Viele ehemalige Marinefunker haben nach ihrer Dienstzeit den Amateurfunk als Hobby weitergeführt, weil sie bereits Erfahrung mit:
- Funktechnik
- Antennen
- Kurzwellenfunk
- Funkbetrieb unter schwierigen Bedingungen
- Morsetelegrafie (CW)
gesammelt hatten.
Verbindung zum Amateurfunk
Historisch waren Marinefunker oft besonders aktive Funkamateure, da sie:
- umfangreiche praktische Funkerfahrung besaßen
- häufig ausgezeichnet morsen konnten
- mit weltweiten Funkverbindungen vertraut waren
In manchen Amateurfunkvereinigungen und Funkrunden gibt es noch heute Gruppen ehemaliger Seefunker oder Marineangehöriger, die sich über gemeinsame Erfahrungen austauschen.
Marinefunk ≠ Amateurfunk
Wichtig ist die Unterscheidung:
Marinefunk (Seefunk) |
Amateurfunk |
|---|---|
| - Dienstlicher bzw. nautischer Funkverkehr | - Hobby- und Experimentalfunk durch Lizenzinhaber |
| - Kommunikation zur Schiffssicherheit und Navigation | - Technische Experimente und weltweite Kontakte |
| - Nutzung spezieller Seefunkfrequenzen | - Nutzung der Amateurfunkbänder |
| - Berufliche oder nautische Berechtigung | - Amateurfunk-Zeugnis und -Rufzeichen |
Amateurfunk im Flugzeug /am
Amateurfunk im Flugzeug bedeutet, dass ein lizenzierter Funkamateur eine Amateurfunkstation an Bord eines Flugzeugs betreibt. Das ist grundsätzlich möglich, aber an besondere Regeln gebunden.
Rufzeichen im Flugzeug
International wird häufig der Zusatz /AM verwendet, der für Aeronautical Mobile (luftbeweglicher Amateurfunk) steht.
Beispiel:
Hat ein Funkamateur das Rufzeichen „DL1ABC“, kann er aus einem Flugzeug als DL1ABC/AM arbeiten.
Besonderheiten
Die Sicherheit des Flugbetriebs hat immer Vorrang.
Der Betrieb ist nur mit Zustimmung der Fluggesellschaft bzw. des Luftfahrzeugführers zulässig.
Die Amateurfunkanlage darf die Bordelektronik nicht stören.
Die Funkverbindung erfolgt auf Amateurfunkfrequenzen, nicht auf Flugfunkfrequenzen.
Warum machen das Funkamateure?
Aus großer Höhe ergeben sich interessante Funkbedingungen:
Sehr große Reichweiten durch freie Sicht.
Kontakte über mehrere hundert oder sogar tausende Kilometer auf VHF/UHF.
Experimente zur Funkausbreitung.
Nicht zu verwechseln mit Flugfunk
Der reguläre Flugfunk wird von Piloten und Fluglotsen genutzt und ist ein eigener Funkdienst. Amateurfunker dürfen nicht auf Flugfunkfrequenzen senden, sofern sie nicht die dafür erforderlichen Berechtigungen besitzen und im entsprechenden Dienst handeln.
Verwandte mobile Betriebsarten
Funkamateure kennzeichnen oft ihren Standort:
/M = Mobile (z. B. Auto)
/P = Portable (tragbare Station)
/MM = Maritime Mobile (Schiff auf See)
/AM = Aeronautical Mobile (Flugzeug)
Ein typischer Funkkontakt könnte also lauten: „Hier DL1ABC/AM in 10.000 Metern Flughöhe über Deutschland.“
Historisch war Amateurfunk aus Flugzeugen eher selten. Heute wird er gelegentlich von Funkamateuren auf Privatflügen, Segelflugzeugen oder bei speziellen Funkaktionen betrieben, während er auf Linienflügen wegen organisatorischer und technischer Einschränkungen kaum vorkommt.
Amateurfunk auf Booten /mm
Amateurfunk auf Booten oder Schiffen ist eine beliebte Betriebsart, bei der lizenzierte Funkamateure ihre Amateurfunkstation an Bord betreiben.
Maritime Mobile (/MM)
Befindet sich ein Funkamateur auf einem Schiff außerhalb der Hoheitsgewässer eines Landes (also auf hoher See), verwendet er normalerweise den Zusatz /MM für Maritime Mobile.
Beispiel:
DL1ABC/MM
Dadurch wissen andere Funkamateure, dass die Station von einem Schiff auf See arbeitet.
Innerhalb von Küsten- oder Binnengewässern
Wenn sich das Boot in den Hoheitsgewässern eines Landes befindet, gelten die Amateurfunkbestimmungen dieses Landes. Je nach Land wird oft einfach das normale Rufzeichen oder ein länderspezifischer Präfix verwendet.
Warum ist Funk vom Boot interessant?
Gute Ausbreitungsbedingungen über Wasser.
Weniger elektrische Störungen als an Land.
Möglichkeit, von abgelegenen Orten oder Inseln aus zu funken.
Teilnahme an speziellen Funkaktivitäten wie Insel-Expeditionen.
Und viele viele weitere Dinge